Akklimatisation

Unsere Körper müssen gerade einiges durchmachen. In gerade einmal einer Stunde sind wir per Flugzeug von 100m ü. NN auf fast 3.400m ü. NN gestiegen - das war nicht gerade angenehm für uns. Beim Kofferschleppen am Flughafen in Cusco hat Jonathan sich gefühlt, als würde er auf einer Wolke schweben. Ein ähnliches Gefühl bekommt man, wenn man einen Luftballon zu schnell aufpustet. Der Grund dafür ist, dass der Luftdruck mit steigender Höhe abnimmt. Damit nimmt auch die absolute Anzahl an Sauerstoffmolekülen im Verhältnis zum Volumen ab. Man muss also mehr Luftvolumen einatmen, um die gleiche Menge an Sauerstoffmolekülen zu erhalten. Selbst wenn man nur vom Sofa aufsteht, atmet man, als hätte man gerade zwei Kisten Wasser aus dem Keller hochgeschleppt. Außerdem muss das Herz schneller schlagen. Insbesondere in der ersten Woche merkt man die Umstellung sehr. Wir hatten vor allem Kopfschmerzen und Luana war einen Tag richtig krank und hatte Symptome der Höhenkrankheit.

Nach ein paar Tagen spürt man aber eine deutliche Verbesserung. Dann beginnt der Körper mit einer vermehrten Produktion von roten Blutkörperchen, wodurch der Sauerstofftransport im Blut verbessert wird. Das zeigt sich zunächst in wieder normaleren Ruhephasen. Anstrengungen mit einer höheren Atemfrequenz normalisieren sich aber erst nach drei Wochen. Es dauert also noch ein paar Tage, bis wir wieder unbeschwert wandern können.

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Kommentare: 2
  • #1

    Elisabeth (Donnerstag, 07 Dezember 2017 16:56)

    Alles Gute.❤���

  • #2

    Charlotte G. (Freitag, 08 Dezember 2017 22:53)